Aufrufe
vor 1 Jahr

Ein Manifest zur Veränderung

  • Weitere Details anzeigen
  • Diagnose
  • Cardiovascular
  • Global
  • Manifest
  • Politische
  • Zugang
  • Menschen
  • European
  • Erkennung
  • Risiko
  • Globalhearthub
  • Herz
  • Kreislauf
  • Herzkreislauf
  • Initiativeherzklappe
Entdecken Sie das wegweisende Manifest, das acht konkrete Handlungsempfehlungen zur Bekämpfung der weltweit häufigsten Todesursache bietet – von öffentlichen Aufklärungskampagnen bis zur Integration digitaler Technologien. Erfahren Sie, wie eine globale Initiative von Patientenorganisationen, Experten und politischen Akteuren frühe Diagnosen fördert und gesundheitliche Chancengleichheit stärkt. Ein Muss für alle, die Herzkreislauf-Prävention aktiv gestalten möchten! Hier gehts zum Impressum https://initiative-herzklappe.de/impressum

Früherkennung und

Früherkennung und Diagnose von Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Ein Manifest für Veränderung TIPPS ZUR UMSETZUNG: Angepasste klinische Prozesse sollten: • in enger Abstimmung mit Patientengruppen, medizinischen Fachgesellschaften und Vertretern der Industrie entwickelt werden, um sicherzustellen, dass kardiovaskuläre Ursachen angemessen untersucht werden. 23 • mittels klarer Protokolle Gesundheitsfachkräfte, d.h. auch nicht-kardiologische Fachärzte, dazu anhalten, stets kardiovaskuläre Ursachen in Betracht zu ziehen und diese routinemäßig 33, 34 zu untersuchen. • durch Forschung zur Investitionsrentabilität begleitet werden, um die Kosteneffizienz von Veränderungen in der Versorgung von HKE zu bewerten. Eine Analyse der POCT-Kosteneffizienz könnte dessen breite Einführung unterstützen. Beispiel: Herzinsuffizienz Um die Erkennung von Herzinsuffizienz zu verbessern, könnte der Zugang zu Biomarker-Tests, einschließlich N-terminalem pro-B-Typ natriuretischem Peptid (NT-proBNP) und kardialem Troponin, erweitert werden. Diese Tests könnten Teil routinemäßiger Blutuntersuchungen in der hausärztlichen Versorgung und in mobilen Testeinrichtungen sein, um Patienten für weiterführende Untersuchungen und Diagnosen gezielt auszuwählen. 34 So kann bspw. die Messung des NT-proBNP-Spiegels im Blut darauf hinweisen, dass das Herz Schwierigkeiten hat, das Blut effizient zu pumpen. 47 Eine breitere Verfügbarkeit von NT-proBNP-Tests in der Primärversorgung könnte daher dazu beitragen, Herzinsuffizienz frühzeitig zu identifizieren und deren Schweregrad besser einzuschätzen. Dies erleichtert die Entscheidung darüber, wie dringend eine spezialisierte diagnostische Abklärung erforderlich ist, und beschleunigt den Behandlungsbeginn, um die Prognose für Betroffene zu verbessern. 8 Zur Unterstützung dieser Maßnahmen sind die Erstattung von Biomarker-Tests und der Zugang zu erschwinglichen Testgeräten von entscheidender Bedeutung. 48 Beispiel: Schlaganfall Es ist wichtig, dass bei allen Patienten mit einer Schlaganfalldiagnose vor der Entlassung aus dem Krankenhaus das individuelle kardiovaskuläre Risikoprofil bewertet wird - auch dann, wenn sie zunächst in neurologischen Abteilungen aufgenommen wurden. 34 Dies ist entscheidend, da kardiovaskuläre Risikofaktoren häufig zur Entstehung eines Schlaganfalls beitragen und Schlaganfälle zudem schwerwiegende kardiale Komplikationen verursachen können. 35 Darüber hinaus sollten bei einer solchen Risikobewertung neben strukturellen, funktionellen und arrhythmogenen Prädiktoren für einen Schlaganfall auch Lebensstilfaktoren berücksichtigt werden, da diese einen erheblichen Einfluss auf das kardiovaskuläre Risiko haben. 14

GLOBAL HEART HUB Maßnahme 4: Digitale Technologien zur besseren Früherkennung und Diagnose von HKE nutzen WAS KÖNNEN ENTSCHEIDUNGSTRÄGER TUN? Politische Entscheidungsträger sollten die Integration digitaler Technologien in die klinische Praxis zur HKE-Erkennung und -Diagnose fördern. Regierungen sollten Implementierungsforschung finanzieren, um die Wirksamkeit digitaler Werkzeuge wie mobiler Gesundheits-Apps und tragbarer Sensoren zu bewerten und ihre bestmögliche Einbindung in Gesundheitssysteme zur Optimierung der Früherkennung und Diagnose sicherzustellen. Es wird empfohlen, nach Möglichkeit auch die Digitalisierung von Gesundheitsakten einzubeziehen, um einen nahtlosen Datenaustausch zwischen Primär- und Sekundärversorgung zu ermöglichen. 49 Gesetzliche Anpassungen könnten erforderlich sein, um den sicheren, datenschutzkonformen Austausch von Gesundheitsdaten zwischen Versorgungsstrukturen zu erleichtern. Zur Förderung digitaler Technologien in der HKE-Früherkennung und -Diagnose sollten Regierungen Schulungsressourcen für Patienten und Gesundheitsfachkräfte entwickeln. 49 WARUM IST DAS WICHTIG? Digitale Technologien verbessern die Versorgungseffizienz, verringern Ungleichheiten und erleichtern die HKE-Überwachung. Viele Menschen haben aufgrund geografischer, sprachlicher, wirtschaftlicher oder kultureller Barrieren keinen 50, 51, 52 rechtzeitigen Zugang zur Früherkennung. Angesichts des globalen Personalmangels im Gesundheitswesen wird eine effiziente Ressourcennutzung immer wichtiger. Digitale Werkzeuge in der kardiovaskulären Versorgung könnten die Früherkennung und Diagnose verbessern - etwa durch verstärkte Selbstüberwachung und optimierte Kommunikation zwischen Patienten und Gesundheitsfachkräften. 53 TIPPS ZUR UMSETZUNG: Um das Potenzial digitaler Technologien bestmöglich auszuschöpfen, ist es wichtig: • Multistakeholder-Partnerschaften zu etablieren, einschließlich der Einbindung von Patientenvertretungen - insbesondere im Rahmen von Health Technology Assessments, um sicherzustellen, dass digitale Technologien für Menschen mit HKE praktikabel sind. Fachverbände sollten in die Bewertung und Integration neuer Technologien in Versorgungspfade einbezogen werden. Öffentlich-private Partnerschaften können den Zugang zu digitalen Lösungen verbessern und ihre Verbreitung fördern. • die Integration mobiler Anwendungen, SMS- Dienste und selbstüberwachender Sensortechnologien (z. B. Photoplethysmographie) in Risikobewertungen zu prüfen, um Personen mit einem hohen HKE-Risiko frühzeitig zu identifizieren und ihre Gesundheitsprognose zu verbessern. 20, 49 Bspw. könnten mobile Anwendungen Menschen dazu ermutigen, kardiovaskuläre Gesundheitschecks wahrzunehmen. 27 Zudem bieten KI-Technologien großes Potenzial zur Optimierung der Diagnostik, indem sie elektronische Gesundheitsakten effizient analysieren und Personen mit einem erhöhten HKE- Risiko identifizieren. 20, 49 Regierungen sollten Lücken im Internet- und Breitbandzugang schließen, damit alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen von digitalen Gesundheitslösungen profitieren. • die Selbstbewertung des HKE-Risikos in der Bevölkerung durch validierte digitale Technologien wie Smartwatches und Sensoren zu fördern, bspw. mittels validierter digitaler Technologien wie Smartwatches und tragbarer Sensorgeräte. Beispiel: Herzinsuffizienz Eine schnelle und präzise Diagnostik von Herzinsuffizienz direkt am Behandlungsort stellt eine große Herausforderung dar. Allerdings bietet die moderne Entwicklung KI-gestützter Echokardiographie-Tools das Potenzial, die frühzeitige Erkennung und Diagnose von Herzinsuffizienz zu verbessern - insbesondere in gemeindenahen Versorgungssettings, wenn diese in Kombination mit weiteren diagnostischen Verfahren eingesetzt werden. 54 15

Bisher erschienene Podcasts

Copyright © 2026 GUT ZUM HERZ All rights reserved.