Im Puls. THINK TANK HERZ-KREISLAUF Gesundheit als individueller Resilienzfaktor Förderung der Gesundheitskompetenz Vermeidung und Früherkennung von chronischen Erkrankungen Fokus auf psychische Gesundheit Menschen, die Gesundheitsinformationen verstehen und anwenden können, treffen informierte Entscheidungen, leben gesünder und bewegen sich kompetenter im Gesundheitssystem - sie sind resilienter. Investitionen in Prävention und Koordination, Gesundheitskompetenz und ein stärker primärversorgungsorientiertes System stärken die persönliche Autonomie und mindern Krankheitslast und Pflegebedürftigkeit. Resilienz ist nicht nur körperlich. Gerade in Zeiten sozialer, beruflicher oder klimatischer Krisen braucht es psychosoziale Kompetenzen und niedrigschwelligen Ausgleich und Zugänge zur Versorgung. 8
Gesundheit ist einer der wichtigsten Faktoren für individuelle Resilienz und wirkt sowohl auf der physischen als auch auf der psychosozialen Ebene. Präventionsmedizin - also Maßnahmen zur Verhinderung des Eintretens von Krankheiten, Behinderungen und vorzeitigem Tod - befördert nicht nur die körperliche Abwehrkraft und Selbstwirksamkeit, sondern trägt auch zur Stärkung der gesamten gesellschaftlichen Resilienz bei. Das Zusammenwirken von individuellen und strukturellen präventiven Maßnahmen - beispielsweise gesundheitsförderliches Verhalten und gesundheitsfördernde Lebensbedingungen - erhöht nachweislich sowohl die individuelle als auch die systemische Widerstandsfähigkeit gegenüber Gesundheitskrisen. Insbesondere durch ein gezieltes präventives Vorgehen kann es gelingen, chronische Erkrankungen oder Multimorbidität hinauszuzögern oder sogar zu verhindern. Menschen gewinnen dadurch Alltagskompetenz und Selbstständigkeit zurück; die gesellschaftliche Krankheitslast sinkt, während die persönliche Unabhängigkeit steigt. Zugleich werden medizinische und pflegerische Ressourcen entlastet. 9
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