Aufrufe
vor 11 Monaten

HERZ & BLUT | Der innere Kreislauf

  • Weitere Details anzeigen
  • Blut
  • Jung
  • Herz
  • Gesundheit
  • Risikofaktoren
  • November
  • Blutdruck
  • Herzgesundheit
  • Risiko
  • Herzmonat
  • Herzkreislauf
  • Lipoproteina
HERZ & BLUT – Der Stoff des Lebens ist ein Themenmagazin von GUT ZUM HERZ rund um Blut, Gefäße, Kreislauf und Herzgesundheit. Es erklärt Begriffe, Zusammenhänge und Risikofaktoren verständlich und ordnet ein, welche Fragen im Gespräch mit dem Behandlungsteam helfen können. Wichtig: Das Magazin dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Therapie. Inhalte mit kommerziellem Hintergrund werden – sofern vorhanden – transparent gekennzeichnet.

len. Obwohl sie nur etwa

len. Obwohl sie nur etwa ein Prozent der Blutzellen ausmachen, sind sie für unser Überleben unverzichtbar. Blutplättchen (Thrombozyten) sind die kleinsten Blutzellen und fungieren als körpereigenes Reparaturteam. Sobald ein Blutgefäß verletzt wird, eilen sie zur Schadensstelle und bilden einen schützenden Blutpfropf. Der Kreislauf: Zwei Systeme, ein Ziel Unser Herz-Kreislauf-System arbeitet mit zwei hintereinander geschalteten Blutkreisläufen: Der kleine Lungenkreislauf transportiert sauerstoffarmes Blut vom Herzen zur Lunge, wo es Kohlendioxid abgibt und frischen Sauerstoff aufnimmt. Das sauerstoffreiche Blut fließt anschließend zurück zum Herzen. Der große Körperkreislauf verteilt das sauerstoffreiche Blut über die Hauptschlagader (Aorta) zu allen Organen und Geweben. Dort tauschen kleinste Blutgefäße, die Kapillaren, Sauerstoff und Nährstoffe gegen Kohlendioxid und Abfallstoffe aus. Blutwerte als Gesundheitsbarometer, die stillen Warnsignale erkennen Moderne Blutanalysen können über hundert verschiedene Parameter messen und liefern dabei ein detailliertes Bild unserer Gesundheit. Besonders für die Herzgesundheit sind bestimmte Werte von entscheidender Bedeutung: Cholesterinwerte geben Aufschluss über unser Herz-Kreislauf-Risiko. Während das HDL- Cholesterin als „gutes“ Cholesterin Schutzfunktionen übernimmt, kann erhöhtes LDL-Cholesterin die Arterien schädigen. Ein LDL- Wert unter 100 mg/dl gilt als optimal, bei Herzpatienten werden sogar Werte unter 55 mg/dl angestrebt. Triglyzeride sind Blutfette, die bei erhöhten Werten das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall steigern. Normalwerte liegen unter 150 mg/dl. Das HbA1c zeigt den durchschnittlichen Blutzuckerwert der letzten zwei bis drei Monate an. Werte über 6,5 Prozent weisen auf Diabetes hin - einen wichtigen Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Entzündungsmarker wie das C-reaktive Protein (CRP) können auf versteckte Entzündungen hinweisen, die das Herz-Kreislauf-System belasten. Lipoprotein(a): Der unterschätzte Risikofaktor Ein besonders tückischer Blutwert ist das Lipoprotein(a), kurz Lp(a). Dieser genetisch bedingte Risikofaktor wird oft übersehen, kann aber besonders bei jüngeren Menschen zu Herzinfarkten führen. Etwa 20 Prozent der Bevölkerung haben erhöhte Lp(a)-Werte, ohne es zu wissen. Im Gegensatz zu anderen Blutfetten lässt sich Lp(a) nicht durch Ernährung oder Sport beeinflussen - es wird hauptsächlich durch die Gene bestimmt. Umso wichtiger ist es, den Wert einmal bestimmen zu lassen, besonders wenn Herzinfarkte in der Familie aufgetreten sind. Risikofaktoren: Was das Blut belastet, die modifizierbaren Gefahren Unser moderner Lebensstil setzt dem Blut und damit dem gesamten Herz-Kreislauf-System erheblich zu. Die gute Nachricht: Viele Risikofaktoren lassen sich aktiv beeinflussen: Bewegungsmangel verschlechtert die Durchblutung und schwächt das Herz. 10

Bereits 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche können das Herz-Kreislauf-Risiko um bis zu 30 Prozent senken. Dabei muss es nicht immer das Fitnessstudio sein - auch zügiges Spazierengehen, Gartenarbeit oder Treppensteigen zählen. Ungesunde Ernährung belastet den Stoffwechsel und führt zu ungünstigen Blutwerten. Eine mediterrane Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und gesunden Fetten kann dagegen Entzündungen reduzieren und die Gefäße schützen. Rauchen ist der größte vermeidbare Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es verdoppelt das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Die gute Nachricht: Bereits ein Jahr nach dem Rauchstopp halbiert sich das Herzinfarktrisiko. Chronischer Stress setzt Stresshormone frei, die den Blutdruck erhöhen und Entzündungen fördern. Entspannungstechniken wie Meditation, Yoga oder einfache Atemübungen können helfen. Die unterschätzten Gefahren Luftverschmutzung und Lärm belasten das Herz- Kreislauf-System stärker als lange gedacht. Bereits ab 55 Dezibel kann Lärm Stresshormone freisetzen und zu Bluthochdruck führen. Feinstaub in der Atemluft kann Entzündungen in den Blutgefäßen auslösen. Extremwetter und Hitzewellen setzen dem Kreislauf zu. Bei Temperaturen über 30 Grad steigt die Anzahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle deutlich an. Prävention: Aktiv für gesunde Gefäße, die sieben Säulen der Herzgesundheit Verschiedene medizinische Fachgesellschaften haben sieben Grundpfeiler für ein gesundes Herz-Kreislauf-System definiert und diese wären: 1. Nichtraucher sein oder werden 2. Regelmäßige körperliche Aktivität (mindestens 150 Minuten/Woche) 3. Gesunde Ernährung mit viel Gemüse, Obst und Vollkorn 4. Normalgewicht halten (BMI 18,5-25) 5. Blutdruck unter 120/80 mmHg 6. Cholesterin unter 200 mg/dl Früherkennung rettet Leben 7. Blutzucker im Normalbereich Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können Risikofaktoren aufdecken, bevor Symptome auftreten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen ab 18 Jahren einmalig und ab 35 Jahren alle drei Jahre einen Gesundheits-Checkup. Besonders wichtig sind die Kontrolle der Blutwerte - idealerweise einmal jährlich ab dem 40. Lebensjahr, bei Risikofaktoren auch früher. Nur wer seine Werte kennt, kann rechtzeitig gegensteuern. Moderne Bildgebung kann bereits frühe Gefäßveränderungen sichtbar machen, lange bevor Beschwerden auftreten. Ultraschalluntersuchungen der Halsschlagadern oder spezielle Herz-MRT-Untersuchungen ermöglichen eine präzise Risikoeinschätzung. Behandlung: Wenn das Blut Hilfe braucht, medikamentöse Therapie Bei erhöhten Blutwerten stehen heute hochwirksame Medikamente zur Verfügung. Statine können das LDL-Cholesterin um bis zu 50 11

Bisher erschienene Podcasts

Copyright © 2026 GUT ZUM HERZ All rights reserved.