konkretere Zielgruppe: Menschen, die gar keine Wahl haben. Herzpatienten mit Betablockern dürfen keinen Alkohol trinken. Schwangere verzichten aus Verantwortung. Leberkranke riskieren ihr Leben. Für sie ist alkoholfreier Wein keine Modeerscheinung, sondern oft die einzige Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, ohne ihre Gesundheit zu gefährden. Vertrauen als Verkaufsargument Apotheken genießen höchstes Vertrauen bei Gesundheitsfragen. Wenn der Apotheker alkoholfreien Wein für Patienten mit Alkoholverbot empfiehlt, wirkt das authentischer als jede Marketingkampagne. Die Kunden wissen: Hier wird nichts verkauft, was schaden könnte. Die Botschaft ist klar, ohne übertrieben zu werden - das Produkt macht einfach nicht krank. Deutschland hinkt hinterher Während Österreich vorangeht, zögern deutsche Apotheken noch. Dabei könnten sie eine kaufkräftige Zielgruppe erschließen, die in Supermärkten oder Weinhandlungen nicht erreicht wird. Patienten mit ärztlich verordnetem Alkoholverzicht suchen gezielt nach sicheren Alternativen - und finden sie bisher kaum. Die Meinung von Experten ist jetzt gefragt Das österreichische Vorbild wirft viele Fragen auf, die GUT ZUM HERZ im Herbst 2025 mit führenden Experten klären möchte: • Rechtliche Klarheit schaffen: Ein Spezialist für Heilmittelwerberecht wird erläutern, welche rechtlichen Fallstricke deutsche Apotheken beachten müssen und wie sich negative Health Claims sicher formulieren lassen. • Weinwissenschaft trifft Medizin: Eine führende Expertin der Deutschen Weinakademie analysiert die Inhaltsstoffe alkoholfreier Weine und erklärt, warum Resveratrol und Polyphenole auch ohne Alkohol wirken können. • Aus der Praxis: Ein erfahrener Apotheker berichtet über seine Erfahrungen mit apothekenüblichen Waren und verrät, welche Hürden beim Sortimentausbau zu überwinden sind. • Medizinische Perspektive: Eine renommierte Kardiologin erläutert, für welche Patientengruppen alkoholfreier Wein tatsächlich eine sinnvolle Alternative darstellt. • Verbandsposition: Vertreter deutscher Weinverbände bewerten das Apothekenmodell: Sehen sie darin eine Chance zur Markterschließung oder eine Gefahr für das traditionelle Weinimage? • Winzersicht: Innovative Winzer erklären, warum alkoholfreie Weine in Apotheken neue Zielgruppen erreichen könnten und welche Herausforderungen bei der Produktentwicklung für medizinische Bedürfnisse entstehen. • Pioniergeist: Der Winzer, der als erster alkoholfreie Weine in österreichische Apotheken brachte, gewährt Einblicke in seine Erfahrungen und verrät, welche Stolpersteine zu vermeiden sind. Die Zukunft des verantwortlichen Genusses Wenn Ärzte „Nein“ zu Alkohol sagen, muss das nicht „Nein“ zu Genuss bedeuten. Alkoholfreie Weine, die weder schaden noch ausschließen, eröffnen neue Perspektiven für Millionen Deutsche mit medizinischen Einschränkungen. Das österreichische Modell zeigt: Innovation entsteht oft dort, wo niemand sie erwartet - zwischen Hustensaft und Kopfschmerztabletten. Deutsche Apotheken könnten diesem Beispiel folgen und eine völlig neue Zielgruppe erschließen, die bisher übersehen wurde. Gleichzeitig würden sie beweisen, dass Gesundheitsschutz und Genuss keine Gegensätze sind, sondern sich perfekt ergänzen können. Die Expertengespräche von GUT ZUM HERZ werden zeigen, ob und wie das Apothekenmodell auch hierzulande funktionieren könnte. Die Antworten werden wegweisend sein - für Apotheker, Winzer und vor allem für die Millionen Menschen, die auf Alkohol verzichten müssen, aber nicht auf Lebensqualität verzichten wollen. Bleiben Sie informiert: Folgen Sie GUT ZUM HERZ auf unseren Social-Media-Kanälen, um keine Experteninterviews und Hintergründe zu verpassen. Erfahren Sie mehr über Wein in Deutschland beim Deutschen Weinbauverband e.V. 22
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