Schlauchmagen Die Schlauchmagen-Operation ist die OP-Methode, die dem Begriff „Magenverkleinerung“ wohl am nächsten kommt. Bei dieser Operation wird der Magen in „Bananenform“ mit einem speziellen OP-Besteck getrennt, wobei der Bereich von der Speiseröhre bis zum Pförtner im Körper verbleibt. Der abgetrennte Teil - übrigens der Teil, wo das Hormon Ghrelin produziert wird - wird aus dem Magen entfernt. Die Größe des neu gebildeten Schlauchmagens beträgt 80 - 120 ml. Es handelt sich hier um eine restriktive Methode. Das bedeutet, dass die Speisen, die Sie zu sich nehmen, in Ihrer Menge begrenzt werden. Die Verdauungsorgane werden in Ihrer Funktion hierbei nicht beeinträchtigt. Die durchschnittliche Abnahme kann bis zu ca. 60 - 70 % des Übergewichtes betragen. 26
Für wen ist der Schlauchmagen besonders geeignet? Der Schlauchmagen eignet sich im Wesentlichen für nachfolgende Personengruppen: Schwer Adipöse mit hohem Narkoserisiko Dadurch, dass die OP schneller durchführbar ist als der Magenbypass, muss der Betroffene auch nicht so lange in Narkose liegen. Betroffene mit hohem Krebsrisiko im Magen-Darm-Trakt Hier wird auch die Familiengeschichte betrachtet. Betroffene, die spezielle Medikamente benötigen, die nur im Magen aufgespalten / aufgenommen werden können Der Schlauchmagen sollte nicht verwendet werden bei Betroffenen, die unter starkem Sodbrennen leiden. Sodbrennen / Reflux kann auch durch falsche Ernährung kommen. Sollte im Vorfeld abgeklärt werden. zuckerhaltigen Speisen zugetan sind (Süßesser). Vorteile Sogenannte „Dumpings“ sind nicht so stark ausgeprägt. Alle Medikamente wirken weiterhin. Der Verdauungstrakt bleibt weiterhin voll erhalten. Es ist weiterhin eine Magenspiegelung möglich. 27
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